DryWatch

Heutrocknungs-Cockpit
Futterlager 1
Luftmenge
0.0
m³/s
Stockfläche
Geschwindigkeit
m³/s
Luftqualität
Aussen
°C
%

Zuluft
°C
%

Abluft
°C
%
Wasserentzug
0 L/h
0.0 g/m³
▼ Details
Heustock Status
---
0% TS
▼ Details
Berechnungsgrundlagen
Höhe 600 m ü.M. Luftdruck p 942 hPa x Zuluft g/kg x Abluft g/kg Δx g/kg Luftdichte ρ kg/m³
Δx · ρ · V̇ · 3.6 = L/h

Energie & Kosten pro Stunde

Strom (Ventilator/Entf.)0 kWh
Strom Kosten0.00 CHF
Wärme Input0 kWh
Heizöl Äquivalent0.0 L
Wärme Kosten0.00 CHF
Kosten pro Liter Wasserentzug-
Druck
Druck berechnet
0.0
mbar
Messung
mbar
Aerodynamik Live Beta
Aerodynamik wird freigeschaltet, sobald Ventilator und Futterschichten erfasst sind.
Stockhöhe0.0 m
Widerstand / Dichte0 Pa / -
Systemzuschläge0 Pa
Luftmenge0 m³/s
Luftmenge spezifisch0.00 m³/m²/s
Geschwindigkeit 0.00 m/s
Statischer Druck 0 mbar
Hinweis Druck
Leistungsbedarf0.0 kW
System-Effizienz -
Hinweis Effizienz
Empfehlung
Beta
---
h-x Diagramm
Aussen
Zu
Ab
Aufzeichnung lokal (Browser)
Futterlager 1
Zoomen
0 Punkte
Daten-Tabelle
Zeit Futterlager Luftqualitaet Wasserentzug Druck

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Ausgewählter Zeitpunkt: -

Futterlager

Beta-Test
Futterlager: Futterlager 1
m
Systemzuschläge
Schichten
Visualisierung
Dichte (ca., FS)
- kg FS/m³
Futtermenge (geschätzt)
- dt TS
Druck Schichten (berechnet)
-
Druck Gesamtsystem
-
Heustockhöhe effektiv: - m
Schätzung: kg TS = Fläche (m²) × Höhe (m) × Dichte_FS (kg FS/m³) × TS/100
Mittelwert Dichte: kg FS/m³ = Σ(Schichtmasse FS) ÷ Σ(Schichtvolumen)

Info & Wissen

Empfohlene Sensoren für Messung Wasserentzug
Bemerkung: Ecowitt GW3000 (Link)
  • Ecowitt WIFI/Kabel-Gateway GW3000mit mindestens 3 Sensoren WH31
  • Andere Funk-Wetterstation mit mindestens 3 Aussensensoren

Wissensdatenbank

1. Trocknungsphasen (Kittl-orientiert)

1. Trocknungsphasen (Kittl-orientiert)

Startphase (< 60% TS)

Ziel: Gärung und Selbsterwärmung verhindern.

  • Dauerbetrieb der Lüftung, mindestens die ersten 24 h nach Einlagerung.
  • Bei feuchter oder kalter Zuluft Luftaufbereitung gezielt nutzen.
  • Temperatur und Feuchte im Stock engmaschig kontrollieren.
  • Bei dichter Lagerung und hoher Feuchte frühzeitig auf kritische Temperaturanstiege achten.

Haupttrocknung (60-80% TS)

Ziel: Wasserabfuhr an der Futteroberfläche maximieren.

  • Weiterhin hoher Volumenstrom, möglichst kontinuierlicher Betrieb.
  • Bei sinkendem Wasserentzug Betriebspunkt (Luftmenge, Druck, Aufbereitung) nachstellen.
  • Intervallbetrieb erst prüfen, wenn TS klar fortgeschritten ist.
  • Heustock möglichst schonend behandeln; obere Schichten nur bei Bedarf lockern.

Endtrocknung (80-88% TS)

Ziel: Restwasser aus tieferen Pflanzenteilen lösen.

  • Intervallbetrieb ist häufig energetisch günstiger (z.B. 1 h EIN, 3-4 h AUS).
  • TS-Verlauf dokumentieren und Intervalle anpassen.
  • Dauerbetrieb ist in dieser Phase oft energetisch ungünstig.

Lagerung (> 88% TS)

Ziel: Stabilität halten, Nachwärme früh erkennen.

  • Lüftung in der Regel aus.
  • In den ersten Wochen täglich Temperatur kontrollieren.
  • Nur bei Erwärmungstendenz kurz nachlüften.

Ziel Trocknungsdauer

  • Zielwert: möglichst vollständige Trocknung innerhalb von 80 h (Lose) bzw. 60 h (Ballen).
  • Die Anlage sollte als Faustregel etwa 1/3 bis 1/2 der Erntefläche zeitgerecht bewältigen können.

Risikoentwicklung (Einlagerung)

  • Auch bei scheinbar trockenem Futter kann Restatmung Wärme und Feuchte erzeugen.
  • Kritische Temperaturentwicklung früh erkennen und Luftführung/Betrieb anpassen.
Wassermenge pro 1000 kg Heu Prozesse Selbsterhitzung
2. Richtwerte Statischer Druck (futterabhängig)

2. Richtwerte Statischer Druck (futterabhängig)

Schichtzuschlag je Meter Futterhöhe

  • Dauerwiese: ca. 160 Pa/m
  • Gräser-/Kräuterreich: ca. 120 Pa/m
  • Kleereich: ca. 240 Pa/m

Typische Systemzuschläge

  • Dachabsaugung: +120 Pa
  • Wärmetauscher: +70 Pa
  • Entfeuchter: +120 Pa

Höhenkorrektur

  • Ab etwa 1000 m ü.M.: als Daumenregel +10% Druckbedarf.

Schnellcheck

  1. Druckbedarf aus Schicht + Anlagenzuschlägen bilden.
  2. Gegen reale Ventilatorkennlinie prüfen (nicht nur Nennpunkt).
  3. Reserve für Betriebsverschiebung einplanen (Verschmutzung, Setzung, Kanalverluste).
3. Normwerte, Luftmengen und Dimensionierung

3. Normwerte, Luftmengen und Dimensionierung

Richtwert Luftgeschwindigkeit im Heustock

  • Zielbereich im Cockpit: 0.07 bis 0.13 m/s.
  • Unterhalb: ungenügende Durchströmung, Trocknung verzögert.
  • Oberhalb: höherer Energiebedarf, oft wenig Zusatznutzen.

Luftmenge aus Fläche und Soll-Geschwindigkeit

  • Formel: Volumenstrom = Fläche × Geschwindigkeit
  • Beispiel: 180 m² × 0.10 m/s = 18.0 m³/s

Praxis-Hinweise zur Luftmenge

  • Frühe Phase: eher oberes Ende des Zielbereichs fahren.
  • Endphase: Intervall plus bedarfsgerechte Luftmenge ist oft wirtschaftlicher.
  • Bei niedrigem Wasserentzug zuerst Betriebspunkt prüfen, nicht nur länger laufen lassen.

Einordnung zu Richtwerten

  • Richtwerte sind Planungs- und Betriebsorientierung.
  • Entscheidend bleibt der gemessene Wasserentzug, die TS-Entwicklung und der Energieeinsatz.

Dimensionierungstabelle (n. Kittl/Galler 2020)

Grundlage: 2–3 Chargen je Schnitt, Luftgeschwindigkeit Sammelkanal 4 m/s, Druckkanal 10 m/s.

Mähfläche [ha] Boxenfläche [m²] Rosthöhe [cm] Abdeckbreite [cm] Ventilator halbe Sh [m³/h] Ventilator volle Sh [m³/h] Sammelkanal [m²] Druckkanal [m²] Lüfter [kW] Entfeuchter [kW]
6–8 40 41 49 15.840 10.080 1,10 0,44 5 7
7–10 50 43 51 19.800 12.600 1,38 0,55 6 9
8–12 60 44 53 23.760 15.120 1,65 0,66 7 10
10–14 70 46 54 27.720 17.640 1,93 0,77 8 12
11–16 80 47 56 31.680 20.160 2,20 0,88 9 14
12–18 90 49 58 35.640 22.680 2,48 0,99 10 16
14–20 100 50 59 39.600 25.200 2,75 1,10 12 17
15–22 110 52 61 43.560 27.720 3,03 1,21 13 19
16–24 120 53 63 47.520 30.240 3,30 1,32 14 21
18–27 130 55 64 51.480 32.760 3,58 1,43 15 23
19–29 140 56 66 55.440 35.280 3,85 1,54 16 24
20–31 150 58 67 59.400 37.800 4,13 1,65 17 26
22–33 160 59 69 63.360 40.320 4,40 1,76 19 28
23–35 170 61 71 67.320 42.840 4,68 1,87 20 30
24–37 180 63 72 71.280 45.360 4,95 1,98 21 31
26–39 190 64 74 75.240 47.880 5,23 2,09 22 33
27–41 200 66 76 79.200 50.400 5,50 2,20 23 35
28–43 210 67 77 83.160 52.920 5,78 2,31 24 36
30–45 220 69 79 87.120 55.440 6,05 2,42 25 38
31–47 230 70 80 91.080 57.960 6,33 2,53 27 40
32–49 240 72 82 95.040 60.480 6,60 2,64 28 42
34–51 250 73 84 99.000 63.000 6,88 2,75 29 43
35–53 260 75 85 102.960 65.520 7,15 2,86 30 45
36–55 270 76 87 106.920 68.040 7,43 2,97 31 47
38–57 280 78 88 110.880 70.560 7,70 3,08 32 49
39–59 290 79 90 114.840 73.080 7,98 3,19 34 50
40–61 300 81 92 118.800 75.600 8,25 3,30 35 52
4. Heueinlagerung und Gefahren

4. Heueinlagerung und Gefahren

Selbst scheinbar trockenes Futter kann nach Einlagerung noch Atmung zeigen. Das erzeugt Wärme und Feuchte.

Temperaturbereiche zur Orientierung

  • < 40 °C: meist unkritisch.
  • 45–60 °C: Risiko steigt, Kontrollen intensivieren.
  • 60–70 °C: sehr engmaschig kontrollieren, keine hektische Umlagerung.
  • > 70 °C: Feuerwehr bzw. Fachstellen einbeziehen.

Organisatorische Maßnahmen

  • Messstellen festlegen und protokollieren.
  • Besonders in den ersten Tagen täglich kontrollieren.
  • Bei kritischer Entwicklung: Luftführung und Aufbereitung sofort nachstellen.
Prozesse Selbsterhitzung
Luftaufbereitung – Heizung & Entfeuchter

Luftaufbereitung – Heizung & Entfeuchter

Heizung

Durch Erwärmen der Zuluft sinkt die relative Luftfeuchtigkeit – die Trocknungskapazität steigt.

Richtwerte Heizleistungsbedarf:

  • 20'000 m³/h: +1°C = 7 kW | +5°C = 35 kW | +10°C = 70 kW
  • 35'000 m³/h: +1°C = 12 kW | +5°C = 61 kW | +10°C = 122 kW
  • 50'000 m³/h: +1°C = 17.5 kW | +5°C = 87.5 kW | +10°C = 175 kW

Hinweise:

  • Unter +5°C Temperaturerhöhung ist Heizung oft ineffizient.
  • +10°C bei 35'000 m³/h (≈ 10 m³/s) benötigt ca. 122 kW.
  • Kosten stark abhängig vom Energieträger (Öl, Gas, Wärmepumpe).

Entfeuchter

Ein Entfeuchter entzieht der Luft direkt Wasser – unabhängig von der Aussentemperatur.

Hinweise:

  • Luftgeschwindigkeit durch Entfeuchter: 2–4 m/s einhalten.
  • Bei höherer Gesamtluftemenge: Bypass nutzen.
  • Leistungsbedarf ca. 1–2 kW pro Liter Wasserentzug/h.
  • Kombination Heizung + Entfeuchter möglich (additive Wirkung).
Berechnungsgrundlagen – Wasserentzug & Psychrometrie

Berechnungsgrundlagen – Wasserentzug & Psychrometrie

Verwendete Formeln

Sättigungsdampfdruck (Magnus-Formel)

p_sat(T) = 6.1078 · exp(17.08 · T / (234.2 + T)) (hPa)

Gibt den maximal möglichen Dampfdruck bei Temperatur T an.

Absolute Feuchte x (Mischungsverhältnis)

x = 622 · φ · p_sat(T) / (p − φ · p_sat(T)) (g/kg Trockenluft)

  • φ = relative Luftfeuchtigkeit (0–1)
  • p = Luftdruck am Standort (hPa)
Luftdruck nach Höhe

p(h) = 1013.25 · (1 − 2.25 · 10⁻⁵ · h)⁵·²⁵ (hPa)

Die eingestellte Höhe (m ü.M.) beeinflusst direkt den Luftdruck und damit alle Feuchtewerte.

Luftdichte ρ

ρ = p · 100 / (287.05 · (T + 273.15)) (kg/m³)

Wasserentzug

Δx = x_Abluft − x_Zuluft (g/kg)

Wasserentzug = Δx · ρ · V̇ · 3.6 (L/h)

  • V̇ = Luftmenge (m³/s)
  • 3.6 = Umrechnungsfaktor (g/s → L/h)

Warum können Ergebnisse abweichen?

Verschiedene Rechner oder KI-Werkzeuge (z.B. Gemini, ChatGPT) können andere Werte liefern, weil:

  • Andere Einheit: x in g/kg Trockenluft ≠ absolute Feuchte in g/m³
  • Anderer Luftdruck: Manche Rechner verwenden fix 1013 hPa (Meereshöhe), dieser Rechner berechnet p nach Standorthöhe.
  • Andere Formel: Es gibt verschiedene Näherungsformeln für p_sat (Magnus, Tetens, Buck, ASHRAE). Abweichungen bis ~2%.
  • Abluft vs. Zuluft: Welche Temperatur für ρ verwendet wird, beeinflusst das Ergebnis leicht.

Beispiel

Standort 600 m ü.M. (p ≈ 942 hPa), Zuluft 20 °C / 60 % rF, Abluft 15 °C / 90 % rF:

  • x_Zuluft ≈ 8.7 g/kg
  • x_Abluft ≈ 9.5 g/kg
  • Δx ≈ 0.8 g/kg

Bei 10 m³/s und ρ ≈ 1.16 kg/m³: Wasserentzug ≈ 33 L/h

99. AGFF-Merkblätter und Literatur

99. AGFF-Merkblätter und Literatur

Relevante Unterlagen

Bezug / Bestellung

  • AGFF Kontakt
  • K5 Heubelüftung – Checkliste für eine Anlage: bitte explizit über den AGFF-Shop beziehen/bestellen (zum Shop).

Richtwerte Geschwindigkeit

Richtwert Luftgeschwindigkeit (Heustock):
Zielbereich: 0.07 - 0.13 m/s
< 0.07 m/s: ungenügende Durchströmung, Trocknung verzögert
> 0.13 m/s: erhöhter Energiebedarf, Nutzen oft begrenzt

Parameter

Futterlager
Lager können nur hier gelöscht werden. Zugehörige Aufzeichnungen werden mit entfernt.